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Wie viel Trockenheit erträgt die Buche?

Wie gut ertragen Buchen Trockenheit? Eine neue Studie liefert Antworten. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat erstmals das Stressverhalten der Buche bei zunehmender Trockenheit entschlüsselt.

Braun verfärbte Buchen am 15. August 2018 bei Stetten im Kanton Schaffhausen. Foto: Ulrich Wasem/WSL

Dürre Buchen und tote Fichten: Die WSL hat die Wälder während und nach der Trockenheit im Jahr 2018 erforscht. Die Resultate sind nun in einer Sonderausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen erschienen.

Schon im Juli 2018 waren in Teilen des Juras und der Nordostschweiz, aber auch im Kanton Aargau, die Blätter von Laubbäumen frühzeitig braun und welk geworden. An Buchen fanden sich auffällige Rindenrisse und absterbende Kronenteile, Fichten erlitten doppelt so hohe Borkenkäferschäden wie im Vorjahr. «Aussergewöhnlich war nicht die Art der Schäden, sondern ihr Ausmass, das in dieser Art in den letzten Jahrzehnten nie beobachtet worden war», schreiben Andreas Rigling und Manfred Stähli von der WSL in ihrer Einleitung zur Sonderausgabe, wie die WSL in einer Mitteilung schreibt. 

Die Ergebnisse der neuen Studie zum Stressverhalten der Buche legen nahe, dass die Buche im wärmeren Klima der kommenden Jahrzehnte an trockeneren Standorten allmählich durch Baumarten abgelöst wird, die Trockenheit besser ertragen. Auf Böden mit sehr guter Wasserspeicherleistung dürfte die Buche weiterhin gut gedeihen. «Die künftige Buchenverbreitung kann schweiz- und europaweit durch Modelle vorausgesagt werden. Dank unseren Erkenntnissen können diese künftig präzisere Voraussagen machen», lässt sich WSL-Waldökologe Lorenz Walthert zitieren. 

Lesen Sie mehr über die neue WSL-Studie zum Stressverhalten der Buche

Zusammenfassung zur Sonderausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen